Programm
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Roberto Fonseca
Der Pianist, Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist und Produzent Roberto Fonseca wurde 1975 in Havanna in eine Familie kubanischer Künstler*innen geboren. Seine Bühnenkarriere startete er mit 15 Jahren beim Havanna Jazz Festival – ein Festival, dessen künstlerische Leitung er 26 Jahre später übernahm, als Nachfolger der Musiklegende Chucho Valdés. Zunächst absolvierte er jedoch u. a. ein Masterstudium in Komposition an Havannas renommiertem Instituto Superior de Arte. Nach einer Italien-Tournee nahm er sein erstes Soloalbum »Tiene que ver« auf, bevor er als jüngstes Mitglied zum Buena Vista Social Club fand. Ein Kickstarter, der ihn in die ganze Welt katapultierte und ihn mit Legenden wie Ibrahim Ferrer und der unvergesslichen Diva Omara Portuondo zusammenbrachte. Roberto Fonsecas Lebensweg nachzuzeichnen, um seine künstlerische Entwicklung zu verstehen, ist ebenso schwierig wie der Versuch, seine Musik zu analysieren, um seine meisterhaften Improvisationen zu erklären. Jedes seiner Projekte findet seine eigene Bedeutung, wie seine vielfältigen Kooperationen zeigen: Etwa mit dem einflussreichen britischen DJ Gilles Peterson, mit dem er ein Album zwischen Reggaeton, Hip-Hop und Afro-Jazz realisierte, oder mit dem amerikanischen DJ und Produzenten Joe Claussell auf der Bühne der Pariser La Cigale. In Afrika arbeitete er mit Baba Sissoko und insbesondere mit Fatoumata Diawara zusammen – eine prägende Begegnung beim Jazzfestival von Marciac, festgehalten im 2015 erschienenen Album »At Home«. Hinzu kommen Projekte wie »No Limit«, ein in Japan aufgenommenes Afro-Cuban-Jazz-Album, sowie dessen Nachfolger »Elengó«, das afro-kubanische Rhythmen mit Hip-Hop und Drum’n’bass verbindet. Das energiegeladene Album »Yo«, an dem 15 Musiker aus Kuba, Afrika und den USA beteiligt waren, wurde 2012 für einen Grammy nominiert; sein im selben Jahr erschienenes Nachfolgealbum »7 Rayos« verbindet auf eindrucksvolle Weise kubanische Klänge, klassische Musik, westafrikanische Instrumente, elektronische Musik und gesprochene Poesie. Das retrospektive Album »ABUC« bewegt sich an der Schnittstelle von Vergangenheit und Zukunft und taucht mit zeitgenössischem Anspruch erneut tief in das Erbe der kubanischen Musik ein. 2019 arbeitete er mit Ibrahim Maalouf und der aufstrebenden kubanischen Rap-Künstlerin Danay Suárez an dem Album »Yesun«.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere präsentiert Roberto Fonseca mit »La Gran Diversión« eine Hommage an das goldene Zeitalter der kubanischen Musik, an die wilden Nächte Havannas und an das berühmte Pariser Kabarett Cabane Cubaine der 1930er Jahre. Das Projekt entfaltet sich als einzigartiges Erlebnis, sowohl auf dem Album und erst recht in der Live-Umsetzung, in der Fonsecas künstlerischer Wagemut auf ein Orchester von der Qualität des Buena Vista Social Club trifft.
»Gemeinsam werden wir lachen, weinen und das Geheimnis und die Magie der Rhythmen und Melodien meiner Wurzeln erleben« – prophezeit Roberto Fonseca, und ob man mit den Rhythmen von Mambo, Rumba oder Bolero vertraut ist oder nicht, dem Impuls, sich zu den Melodien dieses herausragenden Künstlers zu bewegen, wird man kaum widerstehen können.
Veranstaltungen
Eine große Nachtmusik
Künstler*innen
- hr-Sinfonieorchester
- Fazıl Say
- Alain Altinoglu
- Katja Riemann
- Franziska Hölscher
- Marianna Shirinyan
- Ensemble Matheus
- Chœur de l’Académie Haendel Hendrix
- Julia Spinosi
- Jean-Christophe Spinosi
- Boston Early Music Festival Vocal Ensemble
- Boston Early Music Festival Chamber Ensemble
- Alena Baeva
- Kyril Zlotnikov
- Vadym Kholodenko
- Vsevolod Zavidov
- SPARK
- Robinson Khoury Trio
- Roberto Fonseca
Unser Programmheft:
Das Programmheft für das Musikfest Bremen 2026 steht als PDF zum kostenlosen Download bereit. Dieses PDF ist nicht barrierefrei.