Die Preisträger Jan Liebermann und Hervé Niquet mit ihren Laudator*innen Wibke Gerking und Thomas Albert, Credit: Nikolai Wolff/fotoetage
Verleihung Musikfest-Preis an Hervé Niquet und Förderpreis Deutschlandfunk an Jan Liebermann
3. September 2025
Die Zauberflöte, Fotocredit Patric Leo
36. Musikfest Bremen zieht positive Bilanz!
5. September 2025
Die Preisträger Jan Liebermann und Hervé Niquet mit ihren Laudator*innen Wibke Gerking und Thomas Albert, Credit: Nikolai Wolff/fotoetage
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3. September 2025
Die Zauberflöte, Fotocredit Patric Leo
36. Musikfest Bremen zieht positive Bilanz!
5. September 2025

Pressemitteilung »36. Musikfest Bremen zieht positive Bilanz!«

Künstlerische Qualität begeisterte, Publikumszuspruch gegenüber dem Vorjahr gesteigert

Das 36. Musikfest Bremen endet nach drei prall gefüllten Wochen mit Klängen unterschiedlichster Couleur am 6. September. Noch bevor am Samstagabend die Techno-Marching-Band MEUTE das abschließende Open Air bei freiem Eintritt auf dem Domshof gestaltet, ziehen Intendant Professor Thomas Albert und Geschäftsführer Jörg Ehntholt hochzufrieden eine erste Bilanz: „Die künstlerischen Darbietungen überzeugten durchgehend durch höchste Qualität und stießen bei Publikum wie Presse auf große Begeisterung. Die Ticketverkäufe konnten gegenüber dem Vorjahr sogar noch gesteigert werden. Noch vor der endgültigen Abrechnung steht fest, dass rund 25.600 Besucherinnen und Besucher das diesjährige Festival besucht haben, das eine Gesamtkapazität von 28.083 Plätzen im Angebot hatte. Somit kamen zu den 51 Veranstaltungen in Bremen und im Nordwesten, von denen insgesamt 13 ausverkauft waren, 900 Besucherinnen und Besucher mehr als im Vorjahr. Damit haben wir eine Auslastung von 91 Prozent erreicht“. Zur finanziellen Situation sagt Geschäftsführer Jörg Ehntholt: „Die endgültigen Abrechnungen für die gesamten Durchführungskosten liegen noch nicht endgültig vor, aber nach den aktuellen Prognosen kann ich vermelden, dass wir den Etat eingehalten haben und die Musikfest Bremen gGmbH am Jahresende ein ausgeglichenes Geschäftsergebnis ausweisen wird“.

Als Einstimmung auf das diesjährige Festival sorgte bereits am 9. August das vorgezogene Sonderkonzert des West-Eastern Divan Orchestra mit Star-Pianist Lang Lang als Solist und Daniel Barenboim am Pult für großen Jubel im ausverkauften Saal der Glocke. Der traditionelle Festivalstartschuss war dann am 16. August „Eine große Nachtmusik“ mit 18 Konzerten in neun verschiedenen Spielstätten rund um den Bremer Marktplatz – live übertragen von den Medienpartnern Bremen Zwei und Deutschlandfunk Kultur.

Nach diesem glanzvollen Startschuss reihte sich in den darauffolgenden drei Wochen ein Höhepunkt an den nächsten. Khatia Buniatishvili gab einen gefeierten Klavierabend, das Ensemble Il Caravaggio und Leiterin Camille Delaforge machten bei ihrem Musikfest-Debüt mit Mozarts selten gespieltem geistlichen Singspiel „Die Schuldigkeit des ersten Gebots“ bekannt, wohingegen Teodor Currentzis bei der Musikfest-Premiere seines Utopia Orchestra mit Schostakowitsch und Mahler begeisterte. Auch die beiden Bremer Orchester konnten markante Duftmarken setzen. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und eine hochkarätige Gesangsbesetzung sorgten unter der Leitung von Tarmo Peltokoski mit der überzeugenden halbszenischen Einrichtung der „Zauberflöte“ in der Regie von Romain Gilbert für Standing Ovations. Die Bremer Philharmoniker und ihr GMD Marko Letonja wiederum waren der Sopranistin Camilla Nylund engagierte Partner bei ihren fulminanten Schlussgesängen von Brünnhilde und Salome. Nicht weniger gefeiert waren die Auftritte der kontinuierlich beim Musikfest eingeladenen „Independent“-Ensembles wie das Aurora Orchestra, das Chamber Orchestra of Europe oder das Mahler Chamber Orchestra. Eine fesselnde Darbietung ganz anderer Art boten die diesjährigen Musikfest-Preisträger, Hervé Niquet und sein Vokal- und Instrumentalensemble Le Concert Spirituel: Ausgehend von Alessandro Striggios „Missa sopra Ecco sì beato giorno“ für fünf achtstimmige Chöre rekonstruierten sie einen pompösen Florentiner Festgottesdienst von spektakulärem Ausmaß, der im majestätischen Ambiente des St. Petri Doms zu einem betörend tönenden universalen Klangerlebnis wurde. Daneben erwies sich die Entscheidung, die Programme mit musikalischen Grenzüberschreitungen und unkonventionellen Brückenschlägen erneut gezielt in der Glocke und im Rathaus zu zeigen, als richtig. Die Konzerte von Dhafer Youssef & Quartett, Francesco Tristano, Kandace Springs & WDR Big Band sowie von Richard Galliano und seinem Trio zogen deutlich mehr Publikum an als die „Surprise“-Konzerte in der Überseestadt in den Vorjahren. Auch der erstmals initiierte Musikfest-Club, bei dem sich Francesco Tristano nach seinem Glocke-Konzert im Canova als DJ präsentierte, stieß bei ausverkauftem Haus auf große Begeisterung.

Dem standen die Konzerte im gesamten Nordwesten in Nichts nach. Stellvertretend hierfür seien das Arctic Philharmonic Orchestra, Eldbjørg Hemsing und Nicolò Foron in der Stadthalle Papenburg, der Klavierabend von Lucas Debargue auf Schloss Gödens, das Gastspiel des Boston Early Music Festival im Oldenburgischen Staatstheater, Sängerin Somi & Band in den Hapag-Hallen Cuxhaven und das Orchestre des Champs-Elysées & Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe in St. Vitus in Löningen genannt. Eine weitere wichtige Säule des Musikfest Bremen war erneut die Nachwuchsförderung. Neben einem Konzert des Internationalen Jugendsinfonieorchesters Bremen zu seiner 25. Auflage wurden drei Musikfest Bremen-Ateliers durchgeführt: „Katharinas Hofmusik“ in Jever, „Wege zu Bach“ in Ganderkesee und „Feldeinsamkeit“ in der Burg zu Hagen. Sie fanden bewährt vor Ort als mehrtägige Workshops für junge Musiker*innen aus der ganzen Welt unter der Leitung von renommierten Dozent*innen-Teams statt und boten beeindruckende Ergebnisse in den jeweiligen Atelier-Abschlusskonzerten.

Der Termin für das 37. Musikfest Bremen zum Vormerken: 15. August bis 5. September 2026.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen gGmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21/33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de

 

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