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15. April 2026
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Glocke-Schlusskonzert: Freiburger Barockorchester und Isabelle Faust
Im Schlusskonzert in der Glocke gibt es ein Wiedersehen mit einem Pult-Star, dessen letztes Musikfest-Gastspiel 30 Jahre zurückliegt: Sir Simon Rattle. Damals gastierte der Maestro mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, welches er zu Weltruhm geführt hat, bis er von 2002-2018 als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker wirkte. Nun kehrt Rattle mit dem Freiburger Barockorchester zurück an die Weser, um am Freitag, 4. September, um 19.30 Uhr ein Programm aufzuführen, das allein den musikalischen Kosmos von Robert Schumann umkreist. Der Bogen spannt sich von dessen Ouvertüre zur Oper „Genoveva“ über sein Violinkonzert d-Moll (Solistin: Isabelle Faust) bis zu seiner Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61.
Das Freiburger Barockorchester zählt dank seiner spieltechnischen Brillanz zu einem der weltweit angesehensten Originalklang-Ensembles und steht für eine große stilistische Bandbreite vom Barock bis zur Romantik. Seit 2018 verbindet es projektbezogen eine erfolgreiche künstlerische Partnerschaft mit Sir Simon Rattle. Der britische Dirigent ist wiederum mit der historischen Aufführungspraxis schon länger bestens vertraut, denn bereits seit 1987 ist er dem Orchestra of the Age of Enlightenment als „Principal Artist“ verbunden. Gemeinsam widmen sie sich nun der emotional vielschichtigen Klangwelt Robert Schumanns. Den Einstieg markiert die wirkungsvolle Ouvertüre zu Schumanns einziger Oper „Genoveva“, die alle Hauptmotive des musikalischen Dramas in sich vereint. Die Arbeit an seiner zweiten Sinfonie durchlebte der Komponist als Heilung von einer schweren Depression. Schumann ließ sich für sie durchaus von großen Vorbildern wie Bach, Beethoven und Schubert anregen, fand aber formal und klangfarblich eine ganz eigene Sprache, die diese Sinfonie heute wie eines der modernsten Werke des Komponisten wirken lässt. Sein Violinkonzert hat wiederum eine wechselvolle Rezeptionsgeschichte hinter sich. Zu Lebzeiten nie aufgeführt, erlebte das Violinkonzert erst 1937 als Teil der NS-Propaganda in Berlin seine Uraufführung durch den aus Bremen stammenden Geiger Georg Kulenkampff. Heute zählt es mit seiner tiefen Empfindsamkeit gleichwohl zu den großen romantischen Solokonzerten und zu dieser Renaissance hat maßgeblich auch die Violinistin Isabelle Faust als höchst einfühlsame Interpretin beigetragen. Ein musikalisches Gipfeltreffen, das den Klangkosmos Schumanns erfrischend neu freilegen wird!
Kurzinfo:
Veranstaltung: 37. Musikfest Bremen 2026: „Kosmos Schumann“
Künstler*innen: Freiburger Barockorchester (FBO), Isabelle Faust/Violine, Sir Simon Rattle/Dirigent
Termin / Uhrzeit: Freitag, 4. September, 19.30 Uhr
Ort: Die Glocke (Großer Saal), Bremen
Kartenpreise: von 25,- EUR bis 85,- EUR (Ermäßigung 20%), inkl. VVK-Gebühr
Info / Karten: Ticket-Service in der Glocke, Tel. 04 21 / 33 66 99, und im Webshop unter www.musikfest-bremen.de
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen gGmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21/33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de