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15. April 2026Pressemitteilung »Teodor Currentzis: Brahms' Requiem am Uraufführungsort«
Konzert mit dem Utopia Choir und Orchestra im St. Petri Dom
Große Chorwerke sind eine Spezialität des griechisch-russischen Dirigenten Teodor Currentzis, man denke zum Beispiel nur an Mozarts Requiem beim Musikfest 2017. Nachdem er im vergangenen Jahr sein sich jeweils projektbezogen aus Mitgliedern verschiedener internationaler Orchester zusammensetzendes Orchester „Utopia“ vorgestellt hat, kehrt er nun mit ihm und dem dazugehörigen Chor zurück, um sich einen besonderen Herzenswunsch zu erfüllen: die Aufführung von „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms am Montag, 24. August, um 19.30 Uhr amUraufführungsort, dem Bremer St. Petri Dom.
Am 10. April 1868, einem Karfreitag, wurde in Bremen Musikgeschichte geschrieben: Unter der Leitung des 34-jährigen Komponisten erlebte „Ein deutsches Requiem“ seine gefeierte Premiere. Mit dem damals noch sechssätzigen Werk – das Sopransolo wurde kurze Zeit später hinzugefügt – schaffte Brahms den Durchbruch zum international anerkannten Komponisten. Vorher eher als Klaviervirtuose wahrgenommen, bedeutete der große Erfolg einen entscheidenden Wendepunkt in Brahms' Karriere. Im Publikum saß unter anderem die Witwe Robert Schumanns, Clara. „Mich hat dieses Requiem ergriffen wie noch nie eine Kirchenmusik“, sagte sie im Anschluss zu Brahms. Als sein umfangreichstes Chorwerk ist Brahms' Totenmesse ein Meilenstein seiner künstlerischen Entwicklung. Fernab sakraler Konventionen lateinischer Messen und Requien, vertonte der Protestant Brahms stattdessen eine Auswahl an Bibeltexten in Lutherdeutsch aus dem Alten und Neuen Testament rund um das Thema Tod und Auferstehung. Damit gelang ihm ein Werk von einzigartiger Tiefe, mit dem der Komponist vor allem den Hinterbliebenen Hoffnung und Trost spenden wollte. Chor und Orchester bilden hier eine untrennbare Einheit, die erst in ihrem Zusammenspiel die spezielle Stimmung dieser Musik erzeugen. Wie geschaffen für Teodor Currentzis mit seinen Fähigkeiten als Dirigent, die Musiker*innen zu Spitzenleistungen anzuspornen, um sie vom Pult aus zu einem homogenen und maximal flexiblen Kollektiv zusammenzuschweißen. Das Ausloten musikalischer Grenzen und das abgründige Musizieren am Ausdrucksextrem gehören zu Currentzis' Markenkern. Mit den so entstehenden Klangwelten voll dramatischer Ausbrüche und stiller Kontemplation dürfte er auch aus diesem Meisterwerk noch neue Facetten herausschälen …
Kurzinfo:
Veranstaltung: 37. Musikfest Bremen 2026: „Brahms' Requiem“
Künstler*innen: Utopia Choir & Orchestra, Iveta Simonyan/Sopran, Matthias Winckhler/Bariton, Teodor Currentzis/Dirigent
Ort: St. Petri Dom, Bremen
Termine / Uhrzeit: Montag, 24. August, 19.30 Uhr
Eintrittspreise: von EUR 20,- bis EUR 90,- (Ermäßigung 20%), inklusive VVK-Gebühr
Info / Karten: Ticket-Service in der Glocke, Tel. 04 21 / 33 66 99, und im Webshop unter www.musikfest-bremen.de
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen gGmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21/33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de