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Le Concert Spirituel und Hervé Niquet rekonstruieren Festgottesdienst vom Johannistag
Der St. Johannistag am 24. Juni hat seit jeher für die Florentiner eine ganz besondere Bedeutung, wird an diesem Tag doch der Schutzpatron der Stadt geehrt. Seit dem Mittelalter wurden die Feierlichkeiten an diesem Tag von langer Hand vorbereitet. Ende der 1560er Jahre dienten diese Feierlichkeiten auch der Medici-Familie dazu, die durch den Papst vorgenommene Erhebung der Republik Florenz zu einem Großherzogtum hervorzuheben. Daran erinnern Hervé Niquet und sein Vokal- und Instrumentalensemble Le Concert Spirituel, wenn sie am Dienstag, 2. September, um 19.30 Uhr im St. Petri Dom die Rekonstruktion eines solchen prächtigen Festgottesdienstes zum Johannistag in Florenz zur Aufführung bringen.
Vokale und instrumentale Klänge auf unterschiedlichste Weise zu mischen, gehört zu den eindrucksvollen Phänomenen des stilistischen Übergangs von der Renaissance zum Barock. Nicht nur in Venedig, sondern auch im prunkliebenden Florenz der Medici wurde die frühbarocke Mehrchörigkeit zelebriert. Dafür ließ man mehrere Chöre gegeneinander singen, um sie dann polyphonisch miteinander zu verschränken. Ein monumentales Beispiel hierfür ist die „Missa sopra Ecco si beato giorno“ für fünf achtstimmige Chöre von Alessandro Striggio, die wohl von Großherzog Cosimo I. de‘ Medici Mitte des 16. Jahrhunderts für die Festlichkeiten zum St. Johannistag beauftragt wurde. Zumindest stellte für diesen Anlass der Domkapellmeister Francesco Corteccia Ende der 1560er Jahren eine feierliche Messe zusammen, wofür er den Großteil von Striggios monumentaler Messvertonung verwendete. Für Hervé Niquet ist Striggios Missa „die gewaltigste kontrapunktische Musik, die zwischen 1500 und 2000 in Europa geschrieben wurde“. Dank ausgiebiger Recherchen hat der französische Dirigent eine Programmabfolge zusammengestellt, von der aufgrund fehlender Quellen nicht belegt ist, dass sie in der Form wirklich auch aufgeführt wurde, die aber der Liturgie entspricht, die zu diesem Anlass die Grundlage war. Striggios Missa ergänzt Niquet um dessen Motette „Ecce beatam lucem“ sowie Musik von Claudio Monteverdi, Francesco Corteccia und Orazio Benevoli. So entsteht die fiktive Rekonstruktion eines pompösen Festgottesdienstes von spektakulärem Ausmaß – ein betörend tönendes universales Klangerlebnis, das im majestätischen Ambiente des St. Petri Doms seine Wirkung nicht verfehlen dürfte.
Kurzinfo:
Veranstaltung: 36. Musikfest Bremen 2025: „Vokalpracht aus Florenz“
Künstler*innen: Le Concert Spirituel / Hervé Niquet, Leitung
Termin / Uhrzeit: Dienstag, 2. September, 19.30 Uhr
Ort: St. Petri Dom, Bremen
Kartenpreise: von 18- EUR bis 65,- EUR (Ermäßigung 20%), inkl. VVK-Gebühr
Info / Karten: Ticket-Service in der Glocke, Tel. 04 21 / 33 66 99 und im Webshop unter www.musikfest-bremen.de
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen gGmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21/33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de