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Jérémie Rhorer
Jérémie Rhorer betrat vor nahezu zwanzig Jahren mit seiner unwiderstehlichen Interpretation von Mozarts Opern die internationalen Bühnen. Seither verfolgt er seinen Weg zwischen Opern- und sinfonischem Repertoire und dirigiert sowohl sein eigenes Ensemble Le Cercle de l’Harmonie als auch die Orchester, die ihn weltweit einladen.
1973 in Paris geboren, musizierte er bereits als Kind auf hohem Niveau, unter anderem in der Maîtrise von Radio France. Vom Dirigieren fasziniert, studierte er später bei Emil Tchakarov, dem renommierten Assistenten Karajans. Vollends erfasste er den Dirigentenberuf jedoch über die Komposition, die er bei Thierry Escaich studierte. Diese Verbindung zur Komposition pflegt Jérémie Rhorer bis heute – durch eigene Werke ebenso wie durch die Aufführung zeitgenössischer Musik, sei es von Thierry Escaich oder von anderen Komponisten der Gegenwart. Weitere prägende Begegnungen waren jene mit Nikolaus Harnoncourt, dessen Ideen ihn inspirierten, sowie mit William Christie, der ihm erste Erfahrungen am Pult seines Orchesters ermöglichte. Seit 2005 arbeitet Rhorer mit Le Cercle de l’Harmonie, das sich mit historischen Instrumenten und originaler Stimmung auf das Repertoire des 18. und 19. Jahrhunderts spezialisiert hat. Mit seinen Musiker*innen erkundet der Dirigent den Weg von Haydn und Mozart über Beethoven, Schumann und Brahms bis hin zu Bruckner. Im Opernbereich folgt das Ensemble dem chronologischen Faden, der Gluck, Berlioz, Auber, Spontini und Cherubini mit dem großen romantischen Repertoire von Rossini, Donizetti, Verdi und bald auch Wagner verbindet. Zahlreiche Einspielungen dokumentieren das leidenschaftliche Engagement des Musikfest-Preisträgers von 2017, der mit seinem Ensemble auch in Bremen seit Jahren Maßstäbe setzt: 2008 gab er sein Musikfest-Debüt und war seitdem viele Male zu Gast an der Weser So brachte er zwischen 2012 und 2017 u. a. die Trilogie der Mozart-Da Ponte-Opern und zwischen 2019 und 2023 Giuseppe Verdis legendäre »trilogia popolare« zur Aufführung oder berührte das Musikfest-Publikum mit Berlioz‘ »Messe solennelle« 2017 im Dom zu Verden.
Auch von Sinfonieorchestern gefragt, widmet er sich mit dem Gewandhausorchester Leipzig dem deutschsprachigen Repertoire, mit dem Orchestre Symphonique de Montréal der französischen Musik, setzt einen Tschaikowski-Zyklus mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen fort und debütierte 2023 bei der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom.
Im Jahr 2025 wurde Jérémie Rhorer vom französischen Kulturministerium zum Officier des Arts et des Lettres ernannt.
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Das Programmheft für das Musikfest Bremen 2026 steht als PDF zum kostenlosen Download bereit. Dieses PDF ist nicht barrierefrei.