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Musikfest-Preis 2026 an das Quatuor Ebène
4. August 2026Pressemitteilung »Musikfest-Preis 2026 an das Quatuor Ebène«
Das französische Streichquartett wird für seine Verdienste für das Festival und die internationale Musikwelt geehrt
Das französische Quatuor Ebène erhält den Musikfest-Preis Bremen 2026. Mit dem undotierten Preis zeichnet das Festival seit 1998 jährlich bedeutende Solist*innen, Ensembles, Orchester und Dirigent*innen aus, die durch ihr herausragendes künstlerisches Wirken in der internationalen Musikwelt eigenständige Akzente gesetzt und das Profil des Musikfests mitgeprägt haben. Preisträger*innen vergangener Jahre waren unter anderem Nikolaus Harnoncourt, Jessye Norman, Marc Minkowski, Hélène Grimaud, Janine Jansen, Rolando Villazón, Philippe Herreweghe, Martin Grubinger und zuletzt Hervé Niquet.
Gegründet wurde das Quatuor Ebène 1999 von vier jungen französischen Studenten an der Musikhochschule in Boulogne-Billancourt. Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe am Conservatoire Supérieur de Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág, markierte 2004 der Sieg beim ARD-Musikwettbewerb München den internationalen Durchbruch des Quartetts. Es folgten Auftritte in den berühmtesten Konzerthäusern der Welt wie den Philharmonien von Paris, Berlin, Köln und Luxemburg sowie in der Carnegie Hall in New York, in der Londoner Wigmore Hall und im Wiener Konzerthaus, um nur einige zu nennen. Parallel dazu entstandene Alben mit Werken von Bartók, Beethoven, Debussy, Haydn, Fauré und den Geschwistern Mendelssohn wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gramophone Award, Diapason d'Or, Midem Classical Award und dem Award des BBC Music Magazine. Neben erstklassigen Interpretationen klassischer Werke erarbeitet das Quatuor Ebène auch immer wieder Konzertprogramme mit Jazz und Filmmusik. Inzwischen gibt das Quartett regelmäßig Meisterkurse am Conservatoire de Paris und unterrichtet die Streichquartett-Klasse der 2021 an der Hochschule für Musik und Theater München ins Leben gerufenen „Quatuor Ébène Academy“.
„Seit seinem Musikfest-Debüt in 2007 hat das Quatuor Ebène mit seinen Festival-Auftritten in Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Sögel, Sottrum, Apen und Worpswede eindrucksvoll unterstrichen, warum es seit über zwei Jahrzehnten zu den international führenden Streichquartetten zählt. Kein anderes Quartett war in den vergangenen Jahren so häufig beim Musikfest wie das Quatuor Ebène. Exzeptionelles technisches und interpretatorisches Können sowie ein geradezu telepathisches Verständnis untereinander gehen beim Quatuor Ebène einher mit einem zupackenden, leidenschaftlichen und verblüffend frischen Zugang, der auch populären Werken des Streichquartett-Repertoires noch neue, ungeahnte Facetten entlockt. Mit dem diesjährigen Beethoven-Zyklus, bei dem das Ensemble in der ersten Festivalwoche an sechs Abenden im Kleinen Saal der Glocke alle 16 Quartette aus der frühen, mittleren und späten Schaffensphase des Komponisten einander gegenüberstellt, setzt das Quatuor Ebène seinem bisherigen Wirken beim Musikfest die Krone auf“, begründet die Jury die Entscheidung.
Sein Musikfest-Debüt gab das Quatuor Ebène 2007 mit Violinist Renaud Capuçon und Pianist Nicholas Angelich mit Kammermusikwerken von Maurice Ravel und Ernest Chausson. 2010 brachte es Streichquartette von Beethoven und Schubert im Jagdschloss Clemenswerth zur Aufführung, während es sich im BLG-Forum Überseestadt als „The other Ebène“ mit Werken von Wayne Shorter, Charlie Chaplin, Astor Piazzolla und den Beatles sowie Filmmusik präsentierte. 2013 war es mit Streichquartetten von Haydn, Mendelssohn Bartholdy und Bartók in Bremerhaven und Oldenburg zu erleben, wohingegen 2014 in Sottrum zunächst Streichquartette von Mozart, Brahms und Bartók auf dem Programm standen, bevor im BLG-Forum mit Sängerin Stacey Kent Werke u. a. von Astor Piazzolla, Charlie Chaplin, Antônio Carlos Jobim, Sting und Michael Jackson erklangen. Im Rahmen der Musikfest-Eröffnung 2016 präsentierte das Quatuor Ebene mit Laurène Durantel am Kontrabass Kammermusik von Haydn, Mozart und Schubert, während es sich 2017 mit Pierre Genisson (Klarinette) und Nicholas Angelich (Klavier) dem Klarinetten- und dem Klavierquintett von Brahms widmete. 2022 präsentierte es in Apen Streichquartette von Haydn, Brahms und Janáček, wohingegen 2024 in Worpswede Streichquartette von Haydn, Mozart und Schubert auf dem Programm standen. Im Musikfest Bremen 2026 bietet das Quatuor Ebène mit seinem Beethoven-Zyklus die seltene Gelegenheit, kompakt an sechs Abenden alle 16 Streichquartette des Komponisten zu erleben (16.-23. August). Verliehen wird der Musikfest-Preis an das Quatuor Ebène nach dem letzten Konzert des Beethoven-Zyklus bei einem nicht öffentlichen Empfang am Sonntag, 23. August, im Kleinen Saal der „Glocke“.
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Musikfest Bremen gGmbH, Carsten Preisler, Tel. 04 21/33 66 660, E-Mail: preisler@musikfest-bremen.de